Christkönigsonntag

„Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan.“

Allgemein

Impuls-Gedanken für Jugendliche und Junggebliebene am Christkönigsonntag

Was wird am Ende nach dem Ende sein? Dafür gibt es viele Namen: Paradies, ewiges Leben, Himmel, Nichts, … Wie kommt man dahin? Dafür gibt es viele Vorstellungen: durch ein Weltgericht, durch das Schicksal, durch die Auferstehung, durch die Prüfung, die Leben heißt, … Dahinter steckt die Frage: Habe ich gut gelebt? Bin ich gut?

Die Toten Hosen stellen sich diese Frage auch. Wie komme ich ins Paradies? Was wird mir gesagt, was ich dafür tun muss? Und: Will ich das dann überhaupt noch?

Die Toten Hosen

Hinführung zur Bibelstelle

Das Gleichnis vom Weltgericht gibt auf den ersten Blick eine klare Antwort, wie man ins Paradies kommt bzw. was man tun soll um dorthin zu kommen. Aber es ist eine ganz andere Antwort als die Toten Hosen vermuten: es geht nicht darum jeden Tag zu beten, beichten zu gehen, sich an Benimmregeln zu halten, das zu tun, was andere sagen oder sich unterzuordnen. Das Gleichnis sagt stattdessen: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ Das heißt es geht um nichts Geringeres als Solidarität, Barmherzigkeit, Nächstenliebe und Mitgefühl, und zeigt dies an Handlungsbeispielen auf.

Evangelium

nach Matthäus 25, 31-46

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:

Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen.

Und alle Völker werden von ihm zusammengerufen werden, und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet.

Er wird die Schafe zu seiner Rechten versammeln, die Böcke aber zur Linken. Dann wird der König denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Erde für euch bestimmt ist.

Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank, und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis, und ihr seid zu mir gekommen.

Dann werden ihm die Gerechten antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben, oder durstig und dir zu trinken gegeben?

Und wann haben wir dich fremd und obdachlos gesehen und aufgenommen, oder nackt und dir Kleidung gegeben?

Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen?

Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.
 Dann wird er sich an die auf der linken Seite wenden und zu ihnen sagen: Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist!

Denn ich war hungrig, und ihr habt mir nichts zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich nicht aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir keine Kleidung gegeben; ich war krank und im Gefängnis, und ihr habt mich nicht besucht.
Dann werden auch sie antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder obdachlos oder nackt oder krank oder im Gefängnis gesehen und haben dir nicht geholfen?
Darauf wird er ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan. Und sie werden weggehen und die ewige Strafe erhalten, die Gerechten aber das ewige Leben.

Impulse/Gedanken:

IMPULSE/GEDANKEN

Die Neuübersetzung der leiblichen Werke der Barmherzigkeit von Bischof Joachim Wanke:
Bischof Joachim Wanke hat beim Kongress für die Pfarrgemeinde- und Pfarrkirchenräte in Innsbruck die Werke der Barmherzigkeit auf die Gegenwart übersetzt …
Einem Menschen sagen …..

• Du gehörst dazu: den Arbeitslosen, den Ungeborenen, den psychisch Kranken, den AusländerInnen, … sagen „Du gehörst zu uns!“
• Ich höre dir zu: zuhören können – paradoxerweise gerade im Zeitalter technisch perfekter, hochmoderner Kommunikation so dringlich wie nie zuvor!
• Ich rede gut über dich: Was heute freilich oft fehlt, ist die Hochschätzung bzw. Wertschätzung des anderen, ein grundsätzliches Wohlwollen für ihn und seine Anliegen und die Achtung seiner Person.
• Ich gehe ein Stück mit dir: Das Signal dieses Werkes der Barmherzigkeit lautet „Du schaffst das! Komm, ich helfe dir beim Anfangen!“
• Ich teile mit dir: Das Teilen von Geld und Gaben, von Möglichkeiten und Chancen wird in einer
Welt noch so perfekter Fürsorge notwendig bleiben. „Geteiltes Leid ist halbes Leid, geteilte Freude ist doppelte Freude!“
 Ich besuche dich: Der Besuch schafft Gemeinschaft. Die Besuchskultur ist sehr kostbar.
• Ich bete für dich: Wer für andere betet, schaut auf sie mit anderen Augen. Er begegnet ihnen anders.

ZUM ÜBERLEGEN

Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan.

Eigentlich klingt es ganz klar und gleichzeitig auch ziemlich schwer und nicht umsetzbar, das immer und überall zu erfüllen. Wie ist das also gemeint?


Nachdenken

Bin ich mir schon bewusst, dass ich eine/r der 7 Milliarden Menschen auf der Erde bin, weiß ich schon, welchen Beitrag ich geben soll als Mitglied der Menschheitsfamilie?

„Wie hältst du’s mit der Barmherzigkeit?“

– deine persönliche Überlegung zu den Fragen auf dem Board schreiben. Du kannst natürlich auch mit Fotos oder Zeichnungen antworten, die du eventuell auch posten kannst.

Mit Padlet erstellt

GEBET: Werkzeug des Friedens

Werkzeug des Friedens
Herr, mache mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich liebe, wo man hasst;
dass ich verzeihe, wo man beleidigt;
dass ich verbinde, wo Streit ist;
dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist;
dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht;
dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält;
dass ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert;
dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.
Herr, lass mich trachten,
nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste:
nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe:
nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.
Denn wer sich hingibt, der empfängt;
wer sich selbst vergisst, der findet;
wer verzeiht, dem wird verziehen;
und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben.
Franziskanische Tradition

Zusammengestellt von Mag. Hector Pascua,

Pfarre Herz Jesu/Pfarre Leopoldau, 1210 Wien

familienkatechese@pfarre-herz-jesu.at, aufbruch@pfarreleopoldau.at